Trägerfolienbedingte Eigenschaften von Verbundfolien

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Zellglas-Verbundfolien
Nicht witterungsbeständig, geringe mechanische Festigkeit, gute Barriereeigenschaften bei niedriger Luftfeuchte

Polyester(oPET)-Verbundfolien
Hohe mechanische Festigkeit, witterungsbeständig, kältebeständig, hitzebeständig, wasserunempfndlich, gute (mit zusätzlichen Barriereschichten sehr gute) Barriereeigenschaften

Polyamid(PA)-Verbundfolien
Sehr hohe mechanische Festigkeit, witterungsbeständig, kältebeständig, hitzebeständig, wasserunempfndlich, je nach Dicke gute bis sehr gute Barriereeigenschaften, die sich bei höherer Luftfeuchte etwas verschlechtern. UPA-Verbundfolien sind dehnbar und sehr gut
thermoformbar.

Polypropylen(PP)-Verbundfolien
Hohe mechanische Festigkeit (nur oPP), witterungsbeständig, kältebeständig (nur oPP), mäßig hitzebeständig, wasserunempfndlich, ausgezeichnete Wasserdampfbarriere, ohne zusätzliche Barriereschicht sehr hohe Sauerstoff- und Aromadurchlässigkeit.

Polyvinylchlorid(PVC)-Verbundfolien
PVC-Verbunde sind im Gegensatz zu vorgenannten Hartverbunde. Sehr hohe Steifgkeit, geringe Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit, geringe Kälte- und Hitzebeständigkeit, sehr gut thermoformbar.

Einfüsse der Herstellungsverfahren auf die Eigenschaften von Verbundfolien

Verfahrensbesonderheiten und -auswirkungen

Kleberkaschierung
Polyolefne ab 20 μ Dicke, ggf. mit Gleit- und/oder Antiblockmittel, sind als Heißsiegelschicht und für alle Trägerfolien möglich. Dicke Kleberschicht (und ggf. Polyolefne höherer Dichte) ergibt höhere Steifgkeit, der Kleber ist einfärbbar. Transparente Verbunde sind relativ klarsichtig und homogen. Rollneigungsarme Fertigung ist möglich und geruchsneutral.

Extrusionskaschierung
• Polyolefne als Heißsiegelschicht möglich.
• Hitzempfndlichere Trägerfolien (OPP, PVC) sind weniger geeignet.
• Die Heißsiegelschicht kann dünn (preiswert) sein.
• Dünne Primerschicht (und PE-LD als Zwischenschicht) möglich, deshalb fexibler.
• Nicht rollneigungsfrei.
• Produktionsbedingter, leichter PE-Geruch.

Extrusions- und Coextrusionsbeschichtung
PE-LD und Ionomere (Dicken ab ca. 10 μ) als Heißsiegelschicht möglich.
• Hitzeempfndlichere Trägerfolien (OPP, PVC) sind weniger geeignet.
• Wegen dünner Primerschicht sehr fexibel.
• Zur Schlupfverbesserung leichte Puderung oder Mattierung der PE-Oberfäche empfehlenswert.
• Transparente Verbunde weniger homogen und klarsichtig.
• Produktionsbedingter, leichter PE-Geruch (bei Coex günstiger).

Coextrusion
• Flachfolien-Coextrusion wird vorwiegend für Hartfolien angewandt.
• Schlauchfolien-Coextrusion hauptsächlich zur Herstellung von PA/PE-Verbunden.