Stippen

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Als Stippen bezeichnet man in der Schmelze nicht aufgelöste Granulat- bzw. Additivteilchen.
Stippen, auch Gelteilchen oder „Fischaugen“ genannt, sind isolierte Verunreinigungen in der Folienbahn, die die Folieneigenschaften sehr negativ beeinfussen. Durch Stippen wird auch die Gefahr von Abrissen der Folienbahn wesentlich erhöht. Das Auftreten von Stippen kann eine Reihe von Ursachen haben:
• Fremdverunreinigungen, z. B. Staub- und Schmutzteilchen, die aus der Umgebung in die Rohstoffe oder beim Herstellungsprozess in die Folie gelangt sind.
• Vernetzte oder besonders hochmolekulare Anteile im eingesetzten Polymeren, die beim Fertigungsprozess nicht vollständig schmelzen.
• Durch zu hohe Temperaturbeanspruchung geschädigtes Ausgangsmaterial. Eine solche Schädigung kann im Extruder durch falsche Prozeßführung oder durch eine nicht geeignete Rezeptur verursacht sein. Häufg tritt auch die Bildung vernetzter Anteile auf, etwa bei der Rückführung von Thermoplasten oder bei Wiederverwendung von regranulierten Rohstoffen.
• Verschmutzungen am Düsenspalt, z. B. durch Abbauprodukte oder ausgeschiedene Additive.
• Bei Folien, die Füllstoffe enthalten, z. B. bei opaken BOPP-Folien, kann es durch schlechte Verteilung der anorganischen Füllstoffe zur Stippenbildung kommen. Das gleiche gilt bei Einfärbung durch Pigmente.

Die Vermeidung von Stippen gelingt durch sorgfältiges Arbeiten, das bereits bei der Herstellung der thermoplastischen Kunststoffe beginnen muß. Die einzelnen Polymere haben unterschiedliche Neigung zur Stippenbildung. Thermisch empfndliche Produkte sind naturgemäß besonders anfällig. Dies gilt z. B. für Polyvinylchlorid, wo es durch falsches
Einmischen der Additive oder nicht homogene Verteilung der Rohstoffe zum Auftreten von Stippen kommen kann. Polyamide sind ebenfalls nicht ganz problemlos zu Folien zu verarbeiten. Bei der Herstellung von PE-LLD und PE-LD-Folien wurde PE-LLD nicht zuletzt deshalb bevorzugt, weil es eine geringere Neigung zur Stippenbildung hat.