Sterilisieren

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Steril bedeutet keimfrei, d. h. frei von Mikroorganismen und Viren. Mit Sterilisation (auch: Sterilisierung) bezeichnet man Verfahren, durch die Materialien, Gegenstände von lebenden Mikroorganismen befreit werden. Bei der Sterilisation eines Produktes, einer Produktverpackung (z. B. Lebensmittel, Pharmazeutika), eines Gerätes (z. B. Endoskop) oder
einer Lösung werden (im Idealfall) alle enthaltenen Mikroorganismen und deren Sporen abgetötet, sowie Viren, Prionen (infektiöse Proteine), Plasmide und andere DNA-Fragmente zerstört.

Sterilisieren:
Eine Sterilisation ist das Verfahren welches eingesetzt wird, um eine vollständige Abtötung von lebenden Mikroorganismen zu erreichen. Da dies in der Praxis nie vollständig erreicht wird, wird eine größtmögliche Abtötung angestrebt. In der Lebensmittelindustrie wird eine Sterilisation in der Regel mit Hitze erreicht. Hierbei wird eine Temperatur von 121°C über eine bestimmte Dauer vorausgesetzt. Die Sterilisationszeiten variieren nach Produkt und Erhitzungsverfahren. Bei diesen hohen Temperaturen kommen ausschließlich Verbundfolien
mit einer Polypropylen-Siegelschicht zum Einsatz, wie z. B. PA/PP, PET/PP usw. Da Polypropylen eine viel höherer Schmelztemperatur besitzt als Polyethylen, können diese Folien eine sichere Verpackung gewährleisten. Üblicherweise werden für dieses Erhitzungsverfahren
so genannte Autoklaven eingesetzt. Die Autoklaven arbeiten in mit Wasserdampf und mit Gegendruck. So können die hohen Temperaturen erreicht werden, und die Packung wird durch den Gegendruck nicht so stark deformiert.

Pasteurisieren:
Unter Pasteurisation versteht man die kurzfristige Erhitzung von Lebensmittel unter 100°C. Hier werden bereits sehr viele Mikroorganismen, welche für den Verderb der Lebensmittel verantwortlich sind, abgetötet. Das Verfahren geht auf den französischen Chemiker
Luis Pasteur zurück, der entdeckt hatte, daß mit diesem Verfahren die Haltbarkeit von Lebensmittel verlängert werden kann. Die Pasteurisationzeiten werden je nach Produkt unterschiedlich gehandhabt. Als Folienmaterial sind Verbundfolien mit einer Polyethylen-Siegelschicht ausreichend, wie z. B. PA/PE, PET/PE. Zusätzlich sollte aber
die Kleberschicht für diese Anwendung geeignet sein, um eine Delamination zu vermeiden. In der Praxis werden diese Packungen mit einem Kochschrank oder im Wasserbad pasteurisiert. Auf eine Gegendrucksteuerung wird in der Regel verzichtet.

Kochen:
Kochen ist identisch mit einer Pasteurisation, allerdings wird hier mit Temperaturen von über 100°C gearbeitet. Die Kochzeiten sind je nach Produkt unterschiedlich. Als Materialkombination können hier Verbundfolien mit einer speziellen PE-Siegelschicht (z. B. PA/PE, PET/PE, usw.) oder mit einer Polypropylen-Siegelschicht (z. B. PA/PP, PET/PP, usw.) eingesetzt werden. Auch hier muß die Kleberschicht für diese Temperaturen geeignet sein. Diese Packungen werden auch mit einem Kochschrank oder im Wasserbad gekocht. Auf eine
Gegendrucksteuerung wird in der Regel verzichtet.