PUR – Schäumen:

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Hier werden im Gegensatz zum Styroporverfahren füssige, reaktionsfähige Ausgangstoffe vom Verarbeiter verwendet. Werden Polyole mit Isocyanaten und Treibmittel miteinander vermischt, so reagiert da Polyol mit dem Isocyanat in einer Polyaddition zu PUR, und das Treibmittel bildet Gaseinschlüsse. Zusatzstoffe, wie auch das Treibmittel, werden im Polyol beigemengt, so daß meist 2 Komponenten zum Einsatz kommen.
Je nach Auswahl des Ausgangsstoffes können die Eigenschaften eingestellt werden. So erhält man bei Verwendung von langkettigen Polyolen weiche bis elastische Schäume, oder bei kurzkettigen Polyolen stark vernetzte, harte Schaumstoffe.
Als Hauptverfahren kann man das kontinuierliche Bandschäumen und die beiden diskontinuierlichen RSG (Reaktionsschaumguss) und RIM (Reaktionsinjektions-Moulding) bzw. Niederdruck und HochdruckVerfahren ansehen, wobei das letztere immer mehr Verbreitung findet.
Bei den diskontinuierlichen Verfahren muss beachtet werden, daß Ringleitungen installiert werden, um ein „Abstehen“ oder ein Entmischen zu verhindern. Z. B. das Isocyanat sollte über 15°C haben, da es sonst kristallisiert. Desweiteren sollte auch ein Reinigungssystem für den Mischkopf vorgesehen werden, um ein Verkleben zu verhindern.

Beispiele:
Thermoplastische Schäume (z. B. PS-E, PP-E und PVC-E)
Elastomere Schäume (z. B. PUR Weichschaum, NBR)
Duroplastische Schäume (z. B. Polyurethan Hartschaum)