Partikelschaum

A B C D E F G H I K L M N O P Q R S T U V W Z

Ein Schaumstoff ist ein Kunststoff, dessen Struktur durch viele Zellen (von Grundmaterial eingeschlossene Hohlräume, Poren) gebildet wird. Es eignen sich fast alle Kunststoffe zum Schäumen.

Einteilung:
Geschlossenzelliger Schaumstoff: Die Wände zwischen den einzelnen Zellen sind komplett geschlossen. Offenzelliger Schaumstoff: Die Zellwände sind nicht geschlossen, diese Schaumstoffe können daher Flüssigkeiten aufnehmen. Gemischtzellige Schaumstoffe enthalten beide Arten von Zellen. Integralschäume: Sie haben eine geschlossene, dicke Außenhaut und einen zelligen Kern, die Dichte nimmt nach innen hin ab.

Eigenschaften:
Schaumstoffe zeichnen sich durch eine sehr niedrige Dichte (hier Raumgewicht genannt) und Wärmeleitfähigkeit bei nur geringer Festigkeit aus. Die Ver- und Bearbeitbarkeit ist bei geringen Werkzeugkosten einfach möglich. Bedingt durch den inneren Aufbau sind Bauteile aus Schaumstoff nahezu eigenspannungsfrei.

Gestigkeit und Gewicht:
Das Raumgewicht und die Stauch- bzw. Eindruckhärte sind zumeist nicht von einander abhängig. Ein schwerer Schaumstoff muss kein fester Schaumstoff sein. Dies ist vielmehr vom Einsatz der Rohchemikalien, dem „Wetter“ (das relative Klima bei der Schäumung) und den handwerklichen Fähigkeiten des Schäummeisters abhängig. Daraus ergeben sich Toleranzen. Festigkeitstoleranzen werden im Bereich +/- 15 % von Charge zu Charge und innerhalb der Charge akzeptiert.

Schäumverfahren:
Nach Art der Herstellung unterscheidet man:
Physikalisches Schäumen: Das Material wird durch einen physikalischen Vorgang geschäumt. Chemisches Schäumen: Bei der Herstellung des Kunststoffes entstehen Gase, die das Material aufschäumen. Mechanisches Schäumen: Hierbei wird Luft in das zu schäumende Harz oder Paste eingerührt, durch vernetzen des Harzes oder durch gelieren der Paste, verfestigt sich dieser Schaumstoff.