Extrusion

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Bei der Extrusion (v. lat.: extrudere = hinausstoßen, -treiben) werden Kunststoffe oder andere zähflüssige härtbare Materialien in einem kontinuierlichen Verfahren durch eine Düse gepreßt. Dazu wird der Kunststoff – das Extrudat – zunächst durch einen Extruder (Schneckenpresse, die nach dem Funktionsprinzip des Fleischwolfes feste bis dickflüssige Massen unter hohem Druck und hoher Temperatur (je nach Produkt von 10 bis zu 300 (700) bar und 60 bis 300°C) gleichmäßig aus einer formgebenden Öffnung herauspreßt) mittels Heizung und innerer Reibung aufgeschmolzen und homogenisiert (einheitliche (homogenen) Mischung verschiedener, nicht ineinander löslicher Komponenten). Weiterhin wird im Extruder der für das Durchfließen der Düse notwendige Druck aufgebaut. Nach dem Austreten aus der Düse erstarrt der Kunststoff meist in einer wassergekühlten Kalibrierung. Das Anlegen eines Drucks bewirkt dabei das Anliegen am Kalibrierprofil. Darauf folgt oft noch eine Kühlstrecke. Der Querschnitt des so entstehenden geometrischen Körpers entspricht der verwendeten Düse oder Kalibrierung.

Durch Extrusion können beispielsweise nahtlose Rohre und Profile mit über der Länge konstantem Querschnitt, aber auch beliebig lange und zumeist auf Rollen gewickelte Bahnen aus Kunststofffolie hergestellt werden.

Kunststoffbehälter wie Flaschen oder Dosen aber auch Kraftstofftanks werden durch Extrusion hergestellt. Ein extrudierter Schlauch wird von einer Form umschlossen und mittels Druckluft an die Werkzeugwand geblasen. Deshalb spricht man vom Extrusionsblasformen.

Im Formenbau wird das Verfahren der Extrusion dafür verwendet, auf die Formen eine gleichmäßige Schicht einer Paste aufzutragen, die bei Luftkontakt aushärtet. Die ausgehärtete Paste wird anschließend durch manuelle oder automatische Verfahren weiterbearbeitet, so daß die Maßhaltigkeit gewährleistet wird.