Dimensionsstabilität

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Unter Dimensionsstabilität oder Maßbeständigkeit versteht man die Fähigkeit eines Materials, seine Form und Gestalt auch unter wechselnden Bedingungen nicht oder nur unwesentlich zu verändern. Die Dimensionsstabilität von Folien ist bei Anwendungen im graphischen Bereich besonders wichtig, z. B. bei Reproduktions- und Bürofolien. Auch Trägerfolien, wie Magnetbandfolien oder Fotofolien, müssen in hohem Maße dimensionsstabil sein. Die Dimensionsstabilität soll sich über einen möglichst weiten Temperaturbereich erstrecken. Zur Beurteilung der Dimensionsstabilität können unter Anderem folgende Meßwerte herangezogen werden:

Die Schrumpfung in Längs- und Querrichtung, gemessen bei Temperaturen von etwa 100° bis 200°C über 20 bis 30 Min. Prüfnorm DIN

40634 und VDE 0345. Die Werte liegen beispielsweise für Polyester-Folien von 12 μ Dicke bei Temperaturen bis zu 150°C und 30 Min. zwischen 0,4 und 2 %. Geringe Schrumpfung zeigen auch Polycarbonatfolien und BOPP.

Der lineare Wärmeausdehnungskoeffizient, die reversible Längenänderung eines Materials pro Längeneinheit und pro Grad Temperaturänderung. Die Werte liegen bei den meisten Folien zwischen 1 und 7.

Die Formbeständigkeit unter Druck und unter Zug bei thermischer Beanspruchung. Prüfnorm DIN 40634 und VDE 0345.
Die Dimensionsstabilität einer Folie hängt auch von ihrer Wasseraufnahme ab. Niedrige Werte wirken sich naturgemäß günstig aus.